MEGALOPOLIS-LOGISTIK

INFOGRAFIK

Rund um die Welt leben in städtischen Ballungszentren immer mehr Menschen auf immer weniger Quadratmetern. Nur das passende logistische Netzwerk lässt die Lebensadern der Megalopolis pulsieren. Wir zeigen, welche Technologien die Supply Chains in der Großstadt von morgen am Laufen halten.

Trend 1. „Mitdenkende“ Roboter

Baxter, der neue Mitarbeiter im Warenlager eines Versandhändlers, ist „manuell trainierbar“ und „flexibel für eine Reihe von Anwendungen einsetzbar“ – sagt sein Hersteller Rethink Robotics. Denn Baxter ist ein speziell für kollaborative industrielle Anwendungen entwickelter Roboter.

Seine besondere Fähigkeit: Mittels künstlicher Intelligenz (KI) ist Baxter zu kognitiven Berechnungen fähig, die überflüssige oder komplizierte Arbeitsschritte in der Supply Chain reduzieren. Ein Roboter wie Baxter kann zum Beispiel mit der Beschriftung von Komponenten oder Waren, der Maschinenbearbeitung, der Verpackung und der Materialhandhabung umgehen. Darüber hinaus lässt er sich flexibel an unterschiedlichen Arbeitsstationen für neue Aufgaben „ausbilden“. Für die Lieferkette in der Megalopolis bedeutet dies, dass Roboter monotone Aufgaben durchführen und mehr qualifizierte Arbeitskräfte für wertschöpfende Aufgaben zur Verfügung stehen.

Trend 2. Autonome Transporter

Autonom fahrende LKW könnten das Stadtbild der Megalopolis prägen. Bereits heute testen mehrere Hersteller erfolgreich selbstfahrende Lastwagen und es ist absehbar, dass ihr Einsatz sicherer und weniger kostspielig sein kann als die bisherigen Transportmittel.

Die ökonomischen Argumente für selbstfahrende Lastwagen könnten noch stärker sein als die für fahrerlose Autos: Autonome LKW koordinieren ihre Bewegungen über lange Autobahnstrecken, passen die Fahrweise den Umweltbedingungen an und sparen so erhebliche Mengen an Kraftstoff. So könnte der Trucker der zukünftigen Megalopolis nur noch als menschliche Kontrollinstanz hinter dem Steuer sitzen, während der Fahrzeugschwarm Waren von A nach B liefert. In diesem Kontext ist auch die Entwicklung mobiler Apps für „On-the-Move-Brokerage-Systeme“ zu beachten, ein „Uber für LKW“. Hier gibt es neue Synergiemöglichkeiten für Frachtvermittler, OEM und Telematikanbieter, aber auch für kommunale Fahrzeugpools.

3. Roboter in Distributionszentren

In Distributionszentren gehört Prozessautomatisierung bereits zum Alltag. Allerdings konzentriert sich diese in der Regel auf die Workflow-Automatisierung – in der Megalopolis wird das durch den Einsatz von Robotern verbessert. 

Das weitere Wachstum des E-Commerce-Marktes sorgt für zweckgebaute, automatisierte Lager. Denn im Distanzhandel lassen sich Güter nicht in großen Einheiten von A nach B transportieren, bestellte Waren werden also einzeln und von Hand zusammengestellt. Diese Handgriffe übernehmen zukünftig Roboter, wie Amazon Robotics zeigt. Bereits heute transportieren Roboter zum Beispiel besonders schwere Güter autonom oder holen Waren automatisiert aus Regalen.

Trend 4. Warenbestellung per Gesichtserkennung

In China ordern und bezahlen Kunden ihre Waren schon heute mit Systemen zur Gesichtsidentifizierung per Videokamera. Anstelle einer Kreditkarte bzw. einem Passwort dient das Gesicht als Ausweis. 

Nach Speicherung des Gesichtes in einer Datenbank erlaubt die Software des chinesischen Unternehmens Face++ den Zugang zu Gebäuden per Gesichtserkennung. Zudem kann sie genau nachverfolgen, wer sich wo im Gebäude aufhält. Damit ließen sich in den Lieferketten der Megalopolis zum Beispiel die Prozessschritte zwischen Warenorder und Lieferung erheblich vereinfachen, etwa indem eine Datenbrille des Spediteurs den Kunden nur per Blickkontakt erfasst und dieser per Gestik den Warenerhalt bestätigt.

Trend 5. Drohnen

Viele tradierte Supply Chain Prozesse im städtischen Alltag können sich mit „Letzte-Meile-Lieferungen“ per Drohnen und autonomen Fahrzeugen erheblich verändern. So möchte zum Beispiel Google mit dem 'Project Wing' die Produktlieferzeiten zum Endkunden mittels Drohnen reduzieren. 

Nach Googles Vision sollen die automatisierten Flugzeuge zukünftig alles liefern können, von Konsumgütern bis zur Notfallmedizin. Und laut Prognose von Gartner könnte schon in der nahen Zukunft jeder fünfte Logistikanbieter Drohnen für das Monitoring und Management seiner Prozesse nutzen. Zum Beispiel könnten Drohnen in Häfen und Flughäfen Materialien ausliefern, für die bislang Einzelpersonen lange Wegstrecken zurücklegen müssen. Außerdem helfen Drohnen dabei, Anhänger oder Versandcontainer in schwer zugänglichen Cargo-Bereichen zu lokalisieren und identifizieren.

Trend 6. Smart Commerce über die Blockchain

Die Blockchain wird zum zentralen Lieferanten-Management-Tool. Denn sie erhöht die Transparenz der Abläufe in der kompletten Lieferkette, sodass Kunden, Verkäufer und Lieferanten jederzeit den Status der Warenlieferung kennen. 

Die Blockchain-Technologie trägt dazu bei, Verspätungen oder Schäden beim Warentransport zu verhindern. Denn die (Vertrags-) Bedingungen zwischen allen Parteien sind klar definiert und gleichzeitig sorgt eine Vernetzung der Güter als „Smart Products“ dafür, dass kritische Informationen über den Zustand sowie die Zeit der Lieferung jederzeit zur Verfügung stehen. Es kann zudem eine Vorbedingungspauschale erhoben werden, sodass ein bestimmter Betrag vom endgültigen Preis einbehalten wird, falls es dennoch zu Fehlern bei der Auslieferung kommt.

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